TABU-Thema GELD

TABU-Thema: GELD

Eine gesunde Beziehung zu Geld macht den Unterschied

Die Ära des TABUS “GELD” geht zu Ende. Immer mehr Menschen befreien sich aus diesem engen Korsett, welches nur wenigen Profiteuren dient und viele davon abhält finanziell frei und unabhängig zu werden.
Die Unterschiede und Widersprüche könnten größer nicht sein.
Auf der einen Seite sieht man immer mehr Jüngere aus der Generation Y und Z, die aus der Reihe scheren, indem sie sich mit Hilfe der neuen Technologien beruflich auf eigene Beine stellen oder ihre Aufmerksamkeit auf zeitlich und räumlich unabhängige Einkommensquellen richten und dabei die Welt bereisen.
Einige von Ihnen sind höchst erfolgreich und erreichen monatliche Einkommen, die das Jahreseinkommen ihrer gleichaltrigen Kollegen deutlich übertrifft.
Hast du eine gesunde Beziehung zu Geld? - Mach den Test
Auf der anderen Seite steht die Gruppe von Menschen, die auf den vorgegebenen Wegen über Jahrzehnte hart gearbeitet haben und nun eigentlich ihren dritten Lebensabschnitt genießen wollen, aber sich nun in einer Zeit wiederfinden, wo die Quote von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohter Menschen in Deutschland auf seinem höchsten Niveau von 20,4% angekommen ist (jeder fünfte Deutsche ist also davon betroffen!).
Eine durchschnittliche Rente von etwa 1500€ aus der gesetzlichen Rentenversicherung reicht unter Einbezug von Rücklagen und privater Altersvorsorge nur knapp aus, wo doch der ermittelte Durchschnittswert der Lebenshaltungskosten in Deutschland schon im Jahr 2022 bei einem Wert von 2846€ lag.
In 2024 mit seiner hohen Inflationsrate und den aktuellen Wirtschaftsdaten für den Wirtschaftsstandort Deutschland dürfte sich dieses Szenario in der kommenden Zeit noch verschärfen.
Wie konnte das soweit kommen?

Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Die Politik, die Arbeitgeber, die Finanzindustrie, das Bildungssystem und die Medien stehen da als erstes am Pranger, aber eines kann sicher gesagt werden, einige Zutaten hierfür sind auch bei jedem persönlich zu finden:

  • Wenig Klarheit und Transparenz über finanzielle Ziele
  • Mangelnde finanzielle Bildung
  • Zu wenig Selbstverantwortung
  • Negative Einstellung und Überzeugungen über Geld

nur um einige zu nennen. Mehr dazu weiter unten in diesem Artikel.

Jetzt könnte jemand argumentieren: Vielleicht ist einfach zu wenig Geld da?
Schaut man sich die im Umlauf befindlichen Geldmengen in Deutschland an, so stellen sich diese wir folgt dar.
Geldmenge in Deutschland Ende des Jahres 2023
Die Geldmenge M1, also die Summe von Bargeld und Ersparnissen der Deutschen, die als Sichteinlagen sofort zugreifbar sind, belief sich zum Ende des Jahres 2023 in Deutschland auf 2,67 Billionen Euro (2670 Milliarden).

Geld ist genug da. Also wo ist das Problem?

Wie so oft hängt es an der ungleichen Verteilung. Auch hier könnten die Unterschiede nicht größer sein.
Die Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland stellt sich so dar:
Es gibt weit mehr als eine Million Millionärinnen und Millionäre in Deutschland. Die reichsten ein Prozent der Deutschen besitzen knapp 35 Prozent des Gesamtvermögens in Deutschland. Die oberen 10 Prozent kommen in Summe auf 67,3% des gesamten privaten Vermögens, während die Hälfte der Deutschen (Untere 50%) dagegen praktisch gar kein Vermögen haben (1,3% des Gesamtvermögens).
Vermögensverteilung in Deutschland (Stand 2019)
Jetzt stellt sich natürlich jeder die Frage, wie er oder sie persönlich zu mehr Geld kommt. Richtig?
Dazu muss man sich anschauen welche Faktoren beeinflussen ob und wie schnell man sich finanziell verbessern kann.

Im Folgenden werden die wesentlichen Faktoren genannt:

  • Persönliches (Money-)MindSet:
    Dies beinhaltet die persönliche Einstellung und Beziehung zu Geld (Mindset), die eigene finanzielle Bildung und ein bewusstes Geldmanagement, was hilft, finanzielle Entscheidungen zu treffen, die langfristig zu finanzieller Stabilität und Wohlstand beitragen können.
  • Der Arbeitsmarkt:
    Die Verfügbarkeit und Art der Arbeitsplätze, die Lohnhöhe sowie die Arbeitsplatzsicherheit spielen eine zentrale Rolle für das Einkommen und somit auch für die finanzielle Lage.
  • Die wirtschaftliche Lage:
    Die allgemeine wirtschaftliche Situation eines Landes, einschließlich Wachstum, Inflation und Wirtschaftspolitik, beeinflusst die Einkommensmöglichkeiten und die Lebenshaltungskosten.
  • Politische Entscheidungen:
    Dies umfasst eine Vielzahl von Aspekten, darunter die Besteuerung, Sozialleistungen, Rentensysteme und andere staatliche Unterstützungsprogramme, die direkt die verfügbaren Einkommen und Ausgaben der Bürger beeinflussen.
  • Sozialer Status und Bildung:
    Der Bildungshintergrund und der soziale Status einer Person können erheblich beeinflussen, welche Art von Arbeitsplätzen ihnen zugänglich sind und welche Einkommensmöglichkeiten sie haben.
  • Gesundheit:
    Die körperliche und psychische Gesundheit kann die Arbeitsfähigkeit einer Person beeinflussen und somit direkte Auswirkungen auf ihr Einkommen und ihre finanzielle Stabilität haben.
  • Familienstruktur:
    Die Anzahl der Ernährer in einem Haushalt, die Anzahl der Kinder und andere abhängige Personen können die finanziellen Anforderungen und Ressourcenverteilung innerhalb eines Haushalts erheblich beeinflussen.
  • Wohnort:
    Regionale Unterschiede in Bezug auf Wirtschaftskraft, Arbeitsmarktbedingungen, Lebenshaltungskosten und verfügbare soziale Dienste können ebenfalls signifikante Auswirkungen auf die finanzielle Situation haben.
Neben den Faktoren wie Arbeitsmarkt, wirtschaftliche Lage und politische Entscheidungen, auf die ein Einzelner so gut wie keinen Einfluss hat, gibt es eine Reihe von Faktoren wie Persönliches Mindset, Sozialer Status & Bildung, Gesundheit, Familienstruktur und Wohnort, die einen erheblichen Einfluss auf die Einkommens- und Vermögenssituation haben kann.
Dem Faktor Persönliches MindSet kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, bestimmt dieser doch maßgeblich unser Denken und Handeln und deshalb auch ob wir aktiv werden oder eben nicht.

Warum ist eine gute Einstellung und Beziehung zu Geld so wichtig? Die Vorteile liegen klar auf der Hand:

  • Finanzielle Sicherheit
  • Weniger Stress
  • Erreichen finanzieller Ziele
  • Unabhängigkeit
  • Langfristiger Vermögensaufbau
  • Verbesserung der Lebensqualität
Bleibt noch zu klären: Hast DU eine gesunde Beziehung zu Geld? Mach den Test.
Quellen:

DESTATIS – Statistisches Bundesamt
Gut ein Fünftel der Bevölkerung Deutschlands von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/05/PD23_190_63.html

DESTATIS – Statistisches Bundesamt
Konsumausgaben und Lebenshaltungskosten
https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen/Konsumausgaben-Lebenshaltungskosten/_inhalt.html

BMAS – Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Armuts & Reichtumsbericht – Vermögensverteilung (G02)
https://www.armuts-und-reichtumsbericht.de/DE/Indikatoren/Gesellschaft/Vermoegensverteilung/G02-Indikator-Vermoegensverwaltung.html

Mario Herold

Ich schreibe auf 2020ff.de über den aktuellen Zeitgeist, den damit verbundenen Krisen, die bevorstehende Zeitenwende und über relevante Themen, die damit im Zusammenhang stehen. Dies soll mehr Klarheit, Bewusstheit und Transparenz schaffen für das Wesentliche, das wir in dieser fordernden Zeit aus den Augen zu verlieren scheinen. -Mario Herold

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